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SCHAFFHAUSER NACHRICHTEN
10.12.2010
Albtraum durch Schreiben aufarbeiten
Mit dem Roman «Sehnsucht nach Vancouver» knüpft die Beringer Schriftstellerin mit dem Autorennamen Lisa Borg an das Buch «Die Tasche aus Vancouver» an und entspricht damit dem Wunsch vieler Leser nach einer Fortsetzung.
VON HANS-
Doch all jene Leser, welche den Vorgängerroman «Die Tasche aus Vancouver» kennen, wissen, dass die Autorin darin beschreibt, wie sie mit einem schrecklichen Erlebnis, über das andere betroffene Frauen weder sprechen, geschweige denn schreiben können, umzugehen versucht. Die Buchautorin nimmt nämlich den während eines Sprachaufenthaltes als 19-
Durch Schreiben aufarbeiten
Wie die Autorin den SN gegenüber während der gestrigen Präsentation ihres Folgebuchs betonte, habe ihr diese geschriebene Form bei der Aufarbeitung des Erlebten sehr geholfen. Es sei wie eine Befreiung von all den Ängsten und Nöten rund um das schreckliche Erlebnis gewesen. Und bei der Aufarbeitung des Erlebten hätten ihr Mann sowie die beiden Kinder während eines neulichen Besuches in Vancouver entscheidend mitgeholfen. Doch alles der Reihe nach.
Rückflug in ein neues Leben
Die Folgeerzählung «Sehnsucht nach Vancouver» beginnt dort, wo die Autorin ihre Leser im vorhergehenden Buch stehen gelassen hat: Auf dem Flug von Vancouver nach Zürich, Ein weiteres, völlig unerwartetes Ereignis hatte nämlich die Autorin bewogen, ihr Leben in Vancouver abzuschliessen und in ihre angestammte Heimat zurückzukehren. Um welches weitere prägende Ereignis es sich dabei handelt, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Lisa Borg beschreibt, wie sich ihr mit der Rückkehr in die Schweiz ein neues Leben eröffnet, welches mithilft, mit dem Erlebten fertigzuwerden. «Ich sah aus dem Fenster des Flugzeugs. Am Horizont ging gerade die Sonne auf und ich blinzelte in das rote Licht eines neuen Tages, in das Licht eines neuen Lebens ...»
Reisen zurück an den Tatort
Inzwischen ist die Autorin verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in ihrer Heimatgemeinde Beringen. In ihrem jüngsten Buch erlebt der Leser, wie Familie und Freunde entscheidend zur Aufarbeitung des Albtraumes beitragen. Dabei kommt es während einer Reise mit der Familie nach Vancouver nicht nur zu spannenden Begegnungen mit neuen und auch alten Freunden, sondern auch zu einer Art Versöhnung mit der Stadt der Sehnsüchte als Tatort jenes schlimmen, prägenden Erlebnisses.